Repository | Book | Chapter
Kommunikative Musiktherapie in der stationären analytischen Psychotherapie
pp. 203-206
Abstract
In dem Essener integrativen analytisch-psychotherapeutischen Behandlungsmodell (Janssen 1985) sollen die Patienten die Möglichkeit haben, ihre inneren Probleme im multipersonalen Beziehungsfeld zu reinszenieren, damit sie im Hier und Jetzt mit Hilfe der Therapeuten Einblick in die infantile Welt der Objektbeziehungen erhalten und über neue Einsichten und Erfahrungen in den therapeutischen Beziehungen eine innere Veränderung einleiten können. Zur Realisierung dieser Zielsetzungen sind bestimmte Settings geschaffen (Gruppentherapie, Einzeltherapie, Schwesternvisiten, Stationsarztsprechstunde, Mal-, Musik-, Bewegungstherapie), in denen jede Interaktion und jede Objektwahl des Patienten auch unter dem Aspekt betrachtet wird, daß infantile Beziehungsmuster in ihnen wiederholt werden. Wir verstehen die angebotenen kreativen Aktivitäten im Kontext mit einem integrativen Behandlungskonzept und nicht als isoliertes therapeutisches Verfahren. Ausgehend von der psychoanalytischen Kreativitätsforschung wurden diese kreativen Therapieformen, die zumeist pragmatischen und übenden Charakter haben, zu psychoanalytischen weiterentwickelt (Janssen 1982).
Publication details
Published in:
Lamprecht Friedhelm (1987) Spezialisierung und Integration in Psychosomatik und Psychotherapie: deutsches Kollegium für psychosomatische Medizin, 6.–8. märz 1986. Dordrecht, Springer.
Pages: 203-206
DOI: 10.1007/978-3-642-71593-8_31
Full citation:
Scheytt N., Janssen P. L. (1987) „Kommunikative Musiktherapie in der stationären analytischen Psychotherapie“, In: F. Lamprecht (Hrsg.), Spezialisierung und Integration in Psychosomatik und Psychotherapie, Dordrecht, Springer, 203–206.