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Individualisierte Identitätsarbeit in spätmodernen Gesellschaften
pp. 41-65
Abstract
Die Erste Moderne hat normalbiographische Grundrisse geliefert, die als Vorgaben für individuelle Identitätsentwürfe gedient haben. In der Zweiten Moderne verlieren diese Ordnungsvorgaben an Verbindlichkeit und es stellt sich dann die Frage, wie Identitätskonstruktionen jetzt erfolgen. Wie fertigen die Subjekte ihre patchworkartigen Identitätsmuster? Wie entsteht der Entwurf für eine kreative Verknüpfung? Wie werden Alltagserfahrungen zu Identitätsfragmenten, die Subjekte in ihrem Identitätsmuster bewahren und sichtbar unterbringen wollen? Brauchen wir noch Vorstellungen von Kohärenz und Kontinuität? Auf diese Fragen hat die Identitätsforschung Antworten zu finden. Dabei rücken die individuellen und gesellschaftlichen Ressourcen ins Zentrum, die darüber entscheiden, ob es zu einer gelingenden Identitätsarbeit kommt.
Publication details
Published in:
Deppe Ulrike (2020) Die Arbeit am Selbst: Theorie und Empirie zu Bildungsaufstiegen und exklusiven Karrieren. Dordrecht, Springer.
Pages: 41-65
DOI: 10.1007/978-3-658-23580-2_3
Full citation:
Keupp Heiner (2020) „Individualisierte Identitätsarbeit in spätmodernen Gesellschaften“, In: U. Deppe (Hrsg.), Die Arbeit am Selbst, Dordrecht, Springer, 41–65.