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219948

Theoretischer Bezugsrahmen und Vorgehensweise

Irene Raehlmann

pp. 15-26

Abstract

Die Kontroverse um die Arbeitswissenschaft kann als Teil der seit Beginn der siebziger Jahre verstärkt anhebenden wissenschaftssoziologischen Diskussion aufgefaßt werden. Das erhöhte Interesse an Fragen der Selbstthematisierung von Wissenschaft hängt zusammen mit ihrer zunehmenden Bedeutung für die Gestaltung gesellschaftlicher Bereiche, wie Arbeit, Bildung, Gesundheit, Familie, Wohnen, Verkehr, Wirtschaft. Wissenschaft ist Produktivkraft geworden. Sie wird mehr und mehr in staatliche Regie genommen, was die wachsende Relevanz von Wissenschaftsplanung und -politik belegt. Angesichts der problematischen sozialen Folgewirkungen, die diese praktisch-politische Herausforderung der Wissenschaft erzeugt, sieht sie sich gezwungen, "ihren Fortschritt und dessen Ausrichtung nicht länger als selbstverständlich zu begreifen" (Weingart 1975, S. 8). Diese prekäre Situation hat das Bedürfnis nach einer Reflexion auf die Wissenschaft ausgelöst.

Publication details

Published in:

Raehlmann Irene (1988) Interdisziplinäre Arbeitswissenschaft in der Weimarer Republik: Eine wissenschaftssoziologische Analyse. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 15-26

DOI: 10.1007/978-3-663-14398-7_2

Full citation:

Raehlmann Irene (1988) Theoretischer Bezugsrahmen und Vorgehensweise, In: Interdisziplinäre Arbeitswissenschaft in der Weimarer Republik, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 15–26.