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Radikalismus und Modernität bei Jünger und Bloch, Lukacs und Schmitt
pp. 141-153
Abstract
Ist es richtig, daß wir uns unaufhaltsam von der Epoche entfernen, in der radikale Theorie die gewaltsame Umformung der Welt dachte oder herbeisehnte oder bekämpfte? Bezeugt radikales Denken einen Mangel an Modernität? Sind wir heute in einer Lage, die schöne Einfalt der radikalen Geste wie eine ferne Wildheit sehen zu müssen, der wir glücklich entronnen sind? Oder täuschen wir uns, wie sich diejenigen auf etwas längere Sicht stets getäuscht haben, die den Gipfel gewaltsamer Barbarei nicht vor sich, sondern in der Vergangenheit wähnten? Tut nicht radikale Theorie gerade jetzt Not, wo selbst die Regierenden sich mit dem empirisch konstatierbaren "Aus-den-Fugen-geraten" der Biosphäre, der Lebenswelt der Gattung befassen müssen ? Bezeugt der Mangel an radikalem Denken ein unhaltbares Verfehlen von Modernität ?
Publication details
Published in:
Eßbach Wolfgang (2011) Die Gesellschaft der Dinge, Menschen, Götter. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 141-153
DOI: 10.1007/978-3-531-92835-7_9
Full citation:
Eßbach Wolfgang (2011) Radikalismus und Modernität bei Jünger und Bloch, Lukacs und Schmitt, In: Die Gesellschaft der Dinge, Menschen, Götter, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 141–153.