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Jugend als die Kindheit der höheren Natur des Menschen
pp. 58-66
Abstract
In seinen Büchern "Die Entstehung der Arten" (1859) und "Die Abstammung des Menschen" (1871) hatte Charles Darwin behauptet, daß die Entstehung der Arten eine Entwicklung von einfachen zu differenzierten Formen gewesen sei. Vor dem Hintergrund der Darwinschen Evolutionstheorie hatte der deutsche Zoologe Fritz Müller schon im Jahre 1864 ein "biogenetisches Grundgesetz" formuliert. Danach ist die Ontogenese eine verkürzte Wiederholung der Phylogenese, d. h. die Individualentwicklung des Menschen rekapituliert seine Stammesgeschichte. Dieses biogenetische Grundgesetz wird heute mit dem Namen des Zoologen und Philosophen Ernst Haeckel verbunden. Der amerikanische Psychologe G. Stanley Hall zog dieses Gesetz für eine Psychologie der Jugend heran. Sein Einfluß auf die deutsche Entwicklungspsychologie ist beträchtlich gewesen, was nicht zuletzt mit seinem wissenschaftlichen Werdegang zu tun hat.
Publication details
Published in:
Abels Heinz (1993) Jugend vor der Moderne: soziologische und psychologische Theorien des 20. Jahrhunderts. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 58-66
DOI: 10.1007/978-3-322-93645-5_6
Full citation:
Abels Heinz (1993) Jugend als die Kindheit der höheren Natur des Menschen, In: Jugend vor der Moderne, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 58–66.