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Verwaltungszwang versus Innovationsdrang
pp. 329-336
Abstract
Der Befund läßt an Eindeutigkeit und Evidenz nichts zu wünschen übrig, auch wenn er den Nichteingeweihten befremden mag: die auf Lehre und Forschung verpflichtete und ins französische Hochschulsystem integrierte, also institutionalisierte Disziplin Germanistik hat sich an der sogenannten Strukturalismus-Debatte, die in Frankreich und später auch in anderen Ländern stattgefunden hat, nicht nur nicht beteiligt, sie ist quasi spurlos an ihr vorübergegangen. Zu einem Zeitpunkt (April 1969), da in der deutschen Zeitschrift alternative Roman Jakobsons grammatikalische Analyse des Gedichts »Wir sind sie« von Bertolt Brecht nachzulesen war, hatten linguistisch ausgerichtete Beiträge in französischen germanistischen Zeitschriften noch keine Existenzberechtigung.
Publication details
Published in:
Danneberg Lutz, Vollhardt Friedrich (1996) Wie international ist die Literaturwissenschaft?: Methoden- und Theoriediskussion in den Literaturwissenschaften: kulturelle Besonderheiten und interkultureller Austausch am Beispiel des Interpretationsproblems (1950–1990). Stuttgart, Metzler.
Pages: 329-336
DOI: 10.1007/978-3-476-03631-5_18
Full citation:
Werner Reinold (1996) „Verwaltungszwang versus Innovationsdrang“, In: L. Danneberg & F. Vollhardt (Hrsg.), Wie international ist die Literaturwissenschaft?, Stuttgart, Metzler, 329–336.