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Hedley Bull, The Anarchical Society. A Study of Order in World Politics, Basingstoke, London 1977
pp. 60-64
Abstract
Hedley Bull (1932–1985), Professor für Internationale Politik an der Universität von Oxford, gehört der so genannten "Englischen Schule" an, die sich als eine eigenständige Theorieschule, abseits der US-amerikanisch dominierten Theorienlandschaft, etablieren konnte. "The Anarchical Society" ist ein Standardwerk im Bereich der Internationalen Beziehungen, das sich gegen den dominierenden wissenschaftlichen Ansatz seiner Zeit richtete. In den 1970er Jahren ging die Debatte um die Frage, mit welcher Methode gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis über die internationalen Beziehungen am besten zu erlangen sei. Die einen folgten einem szientistischen Wissenschaftsverständnis. Demnach sollten Instrumentarien der Naturwissenschaften auf die Sozialwissenschaften und damit auch auf die internationalen Beziehungen übertragen werden. Die andere Seite verfolgte einen geisteswissenschaftlich-hermeneutischen Ansatz. Diese Traditionalisten argumentierten, dass das Politische sich nicht in quantitativen Methoden erschließen lasse und beschreibende Forschung, die historische Kontexte berücksichtige, der "Königsweg" zur Erkenntnis sei. The "Anarchical Society" reiht sich in diese Forschungstradition ein.
Publication details
Published in:
Kailitz Steffen (2007) Schlüsselwerke der Politikwissenschaft. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 60-64
DOI: 10.1007/978-3-531-90400-9_17
Full citation:
Morisse-Schilbach Melanie (2007) „Hedley Bull, The Anarchical Society. A Study of Order in World Politics, Basingstoke, London 1977“, In: S. Kailitz (Hrsg.), Schlüsselwerke der Politikwissenschaft, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 60–64.