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Bildungsaufstiege als ontologischer Sicherungsprozess
pp. 253-270
Abstract
Dieser Beitrag untersucht Wahrheitssuche als eine Dimension von Bildung und zeigt, wie Bildungsinstitutionen, die Erkenntnissuchen unterstützen, in besonderer Weise zu sozialer Aufwärtsmobilität beitragen können. Studierende, die in ihrer Kindheit und Jugend ein hohes Ausmaß an Prekarität erfahren haben, können an Universitäten, die das Verfolgen eigener Fragen und Interessen ermöglichen, Sicherheit finden. Mit Hilfe dreier rekonstruierter Fallgeschichten von Hochschulabsolvent*innen unterer sozialer Herkunft in Großbritannien und Österreich werden Zusammenhänge zwischen Wahrheitssuche, womit das Verfolgen eines eigenen Erkenntnisinteresses gemeint ist, und existentieller Sicherheit aufgezeigt. Die Organisation von Universitäten ist daher wesentlich für Bildungsaufstiege. Dazu gehören größere Wahlfreiheiten im Rahmen der Curricula, größere Heterogenität der Universitätsmitglieder und eine kostendeckende öffentliche Finanzierung von Studium und Forschung.
Publication details
Published in:
Deppe Ulrike (2020) Die Arbeit am Selbst: Theorie und Empirie zu Bildungsaufstiegen und exklusiven Karrieren. Dordrecht, Springer.
Pages: 253-270
DOI: 10.1007/978-3-658-23580-2_13
Full citation:
Kupfer Antonia (2020) „Bildungsaufstiege als ontologischer Sicherungsprozess“, In: U. Deppe (Hrsg.), Die Arbeit am Selbst, Dordrecht, Springer, 253–270.