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Handeln und Unterlassen in transkultureller Perspektive
pp. 17-35
Abstract
Die Zukunftsfähigkeit der Völkergemeinschaft wird ohne Zweifel an der Bewährung der interkulturellen bzw. interreligiösen Herausforderung im Spannungsfeld der sozioökonomischen, politischen, ökologischen und religiös-kulturellen Globalisierung und zugleich Regionalisierung der Welt entschieden (22, 32). Um ideologische Verabsolutierung und universalen Geltungsanspruch einer dominanten Kultur zu vermeiden, müssen die Ansätze des interkulturellen Verstehens auf allen gesellschaftlichen Ebenen, gerade in der alltäglichen Wertebegründung und — durchsetzung gefördert werden. Denn die kulturell bedingten Wertekonflikte stellen heute nicht nur ein Phänomen zwischen den Kulturen, sondern auch ein Kernelement der Kommunikation und des Handelns im Alltagsleben innerhalb einer Gesellschaft dar. Auch im Bereich der Medizin und Psychotherapie spielt neben dem geschichtlichen Normenwandel die ethische Reflexion über kulturspezifisch geprägte Wert- und Sinnfragen zunehmend eine Rolle (5, 9, 38, 38. vgl. auch 15, 18, 20, 39, 40, 41, 42). Hier kann die interkulturelle Hermeneutik die gemeinsamen Wege zur verstehenden Kommunikation und zum verstehenden Handeln im Tun und Lassen öffnen.
Publication details
Published in:
Kick Hermes Andreas, Taupitz Jochen (2003) Handeln und Unterlassen: Ethik und Recht in den Grenzbereichen von Medizin und Psychologie. Dordrecht, Springer.
Pages: 17-35
DOI: 10.1007/978-3-642-55497-1_3
Full citation:
You-Martin Choon-Ho (2003) „Handeln und Unterlassen in transkultureller Perspektive“, In: H. Kick & J. Taupitz (Hrsg.), Handeln und Unterlassen, Dordrecht, Springer, 17–35.