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Scriptura sacra sui ipsius interpres
pp. 186-204
Abstract
Die Grundprobleme einer theologischen Hermeneutik lassen sich auf die besondere Bedeutung der biblischen Texte für die Gewinnung und Begründung theologischer Aussagen zurückführen. Zur Debatte steht zum einen die normative Geltung einer historisch kontingenten Sammlung von Schriften, zum andern die Möglichkeit einer Übereinstimmung aktueller Glaubensaussagen mit dem biblischen Zeugnis, kurz: die Frage nach der inneren Einheit des doppelten Kanons und das Problem seiner Auslegung für die Gegenwart. Diese Fragen unterscheiden die theologische Hermeneutik von einer historischen Bemühung um biblische Texte, die auch von Orientalisten und Klassischen Philologen wahrgenommen werden könnte. Allerdings ist diese philologische Bemühung um die Texte — als ›historisch-kritische Methode‹ — zur Zeit immer noch der kleinste gemeinsame Nenner internationaler theologischer Forschung.
Publication details
Published in:
Danneberg Lutz, Vollhardt Friedrich (1996) Wie international ist die Literaturwissenschaft?: Methoden- und Theoriediskussion in den Literaturwissenschaften: kulturelle Besonderheiten und interkultureller Austausch am Beispiel des Interpretationsproblems (1950–1990). Stuttgart, Metzler.
Pages: 186-204
DOI: 10.1007/978-3-476-03631-5_12
Full citation:
Maurer Ernstpeter (1996) „Scriptura sacra sui ipsius interpres“, In: L. Danneberg & F. Vollhardt (Hrsg.), Wie international ist die Literaturwissenschaft?, Stuttgart, Metzler, 186–204.