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Kann Erkenntnistheorie demokratieaffin sein?
Das Beispiel des "erkenntnistheoretischen" Konstruktivismus
pp. 179-196
Abstract
In diesem Aufsatz wird der Frage nachgegangen, ob einer erkenntnistheoretischen Positionierung wie dem Konstruktivismus Ernst von Glasersfelds, Paul Watzlawicks und Heinz von Foersters die Eigenschaft zukommen kann, demokratieaffin zu sein. Zur Beantwortung dieser Frage soll zunächst allgemein diskutiert werden, auf welche Weise Erkenntnistheorien und politische Theorien zusammenhängen können. Weiterhin werden geeignete Ansatzpunkte für die Demokratieaffinität auf individueller Ebene eruiert. Der sich hieraus ergebende Rahmen dient dazu, die Demokratieaffinität des "erkenntnistheoretischen" Konstruktivismus der genannten Autoren zu diskutieren. Dabei wird zunächst sein Potenzial untersucht, angeblich demokratiefeindliche Erkenntnistheorien (namentlich den Realismus) zu untergraben. Anschließend ist zu hinterfragen, welche politiktheoretischen Implikationen sich aus seinen erkenntnistheoretischen Grundannahmen ableiten lassen. Insgesamt ergibt sich dabei ein indifferentes Bild, so dass nicht von einer besonderen Demokratieaffinität des Ansatzes gesprochen werden kann.
Publication details
Published in:
Martinsen Renate (2014) Spurensuche: Konstruktivistische Theorien der Politik. Dordrecht, Springer.
Pages: 179-196
DOI: 10.1007/978-3-658-02720-9_9
Full citation:
Zapf Holger (2014) „Kann Erkenntnistheorie demokratieaffin sein?: Das Beispiel des "erkenntnistheoretischen" Konstruktivismus“, In: R. Martinsen (Hrsg.), Spurensuche, Dordrecht, Springer, 179–196.