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Der Schein der reinen Auslegung
Topoi verdeckter Rechtsfortbildungen im Zivilrecht
pp. 101-125
Abstract
Gibt es reines Recht? Wird es durch die "Zumutungen der Wirklichkeit" verschmutzt? Oder ist (Gesetzes-)Recht als Produkt der Politik von Anfang an unrein? Kann und soll die Reinheit des Rechts eine Aufgabe von Rechtswissenschaft und Rechtspraxis sein? Hat die Jurisprudenz im Wege der Auslegung ein reines Recht zu bewahren bzw. durch Ausscheiden unreiner Elemente erst herzustellen? Oder führen unrealistische Reinheitsforderungen im Recht zu Wirklichkeits- und Steuerungsverlusten, zu Fremd- und Selbstbetrug "unter dem festen Panzer des Reinheitsgefühls' (Dante), zu einer wirklichkeitsfernen Tyrannei der Reinheit?
Publication details
Published in:
Depenheuer Otto (2010) Reinheit des Rechts: kategorisches Prinzip oder regulative Idee?. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 101-125
DOI: 10.1007/978-3-531-92443-4_5
Full citation:
Fischer Christian (2010) „Der Schein der reinen Auslegung: Topoi verdeckter Rechtsfortbildungen im Zivilrecht“, In: O. Depenheuer (Hrsg.), Reinheit des Rechts, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 101–125.